Vorschau Abenteuer Echo ferner Tage

Überblick

Das Abenteuer ist für 3 bis 5 Spielerfiguren mittleren Grades geeignet und spielt zum Teil in Waeland, zum Teil in Alba. Als Spielerfiguren sind Zauberer schlecht geeignet, da ihre magischen Fähigkeiten in Waeland leicht für Seid, d.h. für böse Magie, gehalten werden. Hingegen sind Priester, Heiler, Schamanen und Ordensritter für das Szenario von Vorteil.

Die Vorgeschichte


Im Wesentlichen setzt sich die Geschichte aus zwei verschiedenen Handlungssträngen zusammen. Der erste, offensichtliche Teil handelt von einer Reise nach Alba, wo die Spielerfiguren in der Nähe von Haelgarde eine entführte Waelingerin befreien sollen. Der zweite, eher im Verborgenen liegende Teil erschließt sich den Spielerfiguren nur langsam und handelt von einem Jungen, der unter dem Fluch eines Chaospriesters leidet.

Spielleiter, die gerne vor dem Lesen über alle Hintergründe informiert sein möchten, sollten ihren ersten Blick dem Anhang (»Ein alter Fluch«) widmen.

Kurz vor Anbruch des neuen Jahres erreichte Sliveig Svenningard in Waeland die Kunde, dass ihre in Alba lebende, langjährige Freundin Runhild kurz davor stehe, ihr erstes Kind zu gebären. Obwohl Runhild gemeinsam mit ihrem Mann Ansgar vor Jahren das Land verlassen hatte, um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen und in der Fremde ein friedliches und bescheidenes Leben als Fischer zu führen, ließ sich Sliveig nicht von ihrem Entschluß abbringen, bei der Geburt anwesend zu sein. Außerdem wollte sie Runhild als Heilerin zur Seite stehen, falls es bei der Niederkunft zu Schwierigkeiten kommen sollte.

Um das Meer zu überqueren und Alba zu erreichen, benötigte Sliveig ein Schiff. So bat sie ihren Vater, den Hödaring Gunnar, ihr eines seiner Boote zur Verfügung zu stellen. Mit ernster Miene wies er sie zurecht: Alba und Waeland stünden sich nicht besonders nahe, und sie habe dort wenig Gutes zu erwarten. Allen Warnungen zum Trotz beharrte Sliveig weiterhin auf ihrem Wunsch, so dass ihr Vater letzten Endes nachgab. Eilends brach Sliveig auf.

Auf der mehrwöchigen Fahrt geriet das Drachenboot in ein schweres, durch die Herbststürme bedingtes Unwetter. Bootsmann und Schiffsführer gaben ihr Bestes, das Schiff unbeschadet durch das tobende Meer zu lotsen, doch die Götter schienen ihnen nicht hold. Kurz vor dem Erreichen der albischen Küste, in Höhe der Hjalta-Inseln, brachen einige Planken, sodass sich der Schiffsbauch langsam mit Wasser zu füllen begann. Das Boot sank letztendlich auf den Meeresgrund; nur wenige konnten sich völlig erschöpft und an Treibgut geklammert an die albische Küste retten, unter ihnen auch Sliveig.

Wie durch einen unglücklichen Wink des Schicksals fanden einige berittene Krieger des Syres Falstaff MacRathgar die Gestrandeten. Sofort erkannten sie die Hilflosen als Waelinger, nahmen sie gefangen und brachten sie nach Burg Fossburgh, um sie ihrem Herrn zu übergeben. Falstaff besah lächelnd die heruntergekommene Schar und ließ sie ohne zu zögern in den Kerker werfen. Wer konnte schon ahnen, wozu ihm diese Gestalten noch nützlich sein mochten?

Als das Drachenboot nicht nach Waeland zurückkehrte, begann sich Gunnar Sorgen zu machen. Doch bald brachte man ihm eine Lösegeldforderung von Falstaff MacRathgar und so erfuhr er, dass seine Tochter von den verruchten Albai in einem Kerker gefangen gehalten wurde.

Als die Botschaft bei ihm eintraf, brüllte er vor Zorn laut auf und schwor bei Asvargrs Wildheit und dem Stolz der Freden, nicht eher zu ruhen, bevor seine Tochter wieder in Freiheit wäre ohne Lösegeld zahlen zu müssen.

Tronde, einer von Gunnars Vertrauten, vermochte nach einiger Zeit den Zorn des Hödarings zu zügeln. Er machte ihm den Vorschlag, zunächst eine drohende Forderung an die Albai zu senden, bevor er auf Plünderungszug gehe und viele wertvolle Männer verliere.

Zähneknirschend gab Gunnar diesem Vorschlag nach, doch als er anstatt seiner Tochter nur ein Schreiben zurückerhielt, hatte er das umsichtige Gerede Trondes satt. Gunnar rief eine kleine Gruppe erfahrener Krieger zusammen, die unter der Führung seines Bootsmannes Ole Skeisson an der albischen Küste landen und Sliveig befreien sollten.

Personae dramatis

Gunnar Svenningard, ein waelingischer Hödaring Sliveig, Gunnars entführte Tochter
Arn, Sliveigs kleiner Bruder
Ole Skeisson, Gunnars Vertrauter
Tronde Höggirsson, ein weiser Runenschneider
Ottgar Grotevels, das Findelkind der Familie Svenningard
Ilai Sventfinge, ein verliebter Abenteurer
Sigmar, ein wortkarger Halbveidare
Mekelis, ein Kalaratri-Priester
Hegar Blutsäufer, ein nicht so böser Aeglierhäuptling
Hjirgalda, eine weise Spaekona
Ansgar, ein Hexer im Exil
Don Angolo, ein südländischer Söldner
Falstaff MacRathgar, ein alternder Herzog
Dunstan MacRathgar, Falstaffs labiler Halbbruder
Djahar, der Große Wind

Ein Abenteuer in Waeland, Alba für 3-5 Spieler der Grade 4-10 von Christopher Bünte
© Elsa Franke, Verlag für F&SF-Spiele, Stelzenberg.